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Katzenkrankheiten

Katzenseuche


(Infektiöse Feline Panleukopenie, feline Parvovirose) der Erreger dieser Krankheit ist das Panleukopenie-Virus, ein sehr widerstandsfähiges, hochansteckendes Virus. Mit sämtlichen Körperausscheidungen wie Kot, Harn, Speichel usw. wird es ausgeschieden. Die Ansteckung erfolgt von Tier zu Tier, durch Futternäpfe, Katzenkörbe, Käfige und Toiletten, und oft auch über den Menschen, z.B. über die Schuhe. Nach einer Inkubationszeit von 4-6 Tagen tritt dann hohes Fieber 41° Celsius und mehr auf. 

Symptome
sind Erbrechen, auch wenn der Magen schon leer ist, Appetitlosigkeit sowie große Schwäche und Abgeschlagenheit, die Katze will an einer kühlen Stelle z.B. auf dem Fliesenboden liegen. Sie geht oft zum Trinknapf, ohne zu trinken. Die Katzen haben Schmerzen und verkriechen sich. Selbst mit Behandlung können die erkrankten Katzen sterben, besonders junge Katzen. Die Behandlung ist selbstverständlich Sache des Tierarztes, es darf keine Zeit verloren werden. Kranke Tiere sind in jedem Fall - wie auch bei allen anderen Infektionskrankheiten - von anderen Katzen zu trennen. Ihre Katze braucht in dieser Zeit besonders viel Liebe und Zuwendung. Von der Katzenseuche genesene Katzen, aber auch Katzen, die infiziert wurden, ohne dass es zum Ausbruch der Krankheit kommt, können das Virus noch lange ausscheiden und dadurch verbreiten. In der Wohnung und draußen kann es sich noch Wochen bis Monate halten. Der beste Schutz ist die rechtzeitige Impfung mit 8 Wochen und regelmäßige Impfauffrischungen.

Katzenschnupfen


Katzenschnupfen wird durch eine Vielzahl von ansteckenden Viren der Luftwege verursacht, man spricht auch vom Katzenschnupfenkomplex. Viele an sich gesunde Tiere sind Träger der Viren. Erkrankungen treten dann durch Stresssituationen verschiedenster Art auf - etwa einem Umzug, einem neuen Hausgenossen, egal ob Tier oder Mensch, einer Erkältung, schlechten hygienischen Verhältnissen, schlechtem Allgemeinzustand oder körperlichen Anstrengungen. Die Erreger dieser ebenso häufigen wie ansteckenden Katzenkrankheit sind sehr widerstandsfähig. Sie gelangen über die Luft auf die Schleimhäute von Augen und Nase. Häufig sind Katzen Dauerausscheider, d.h., sie tragen den Erreger noch lange Zeit, nachdem sie die Krankheit schon überstanden haben. Manchmal ohne überhaupt ernstlich krank geworden zu sein. Je nach Erregerart beträgt die Inkubationszeit zwischen 2 und 5 Tagen. Meistens bleibt die Krankheit auf die oberen Luftwege beschränkt. Sie beginnt wie ein kräftiger Schnupfen mit Niesen, wässrigem, später schleimigem bis eitrigem Ausfluss aus Nase und Augen und stark wechselndem Fieber. Augen und Nase können zukleben und die Mundschleimhaut kann sich entzünden. Für einen normalen Schnupfen wirken die Tiere zu krank. Die Katzen sind dann appetitlos, fressen und trinken nichts, was für eine weitere Verschlechterung des Zustandes sorgt. Das Krankheitsbild kann sich über Wochen hinziehen. Bei rechtzeitiger Behandlung durch den Tierarzt werden auch stark erkrankte Katzen oft wieder ganz gesund, gute Pflege und viel Liebe allerdings vorausgesetzt. Der einzige Schutz - wie bei der Katzenseuche - ist das Impfen.

Katzenleukose / FeLV


Das Leukose-Virus ist der Erreger der häufigsten, tödlich endenden Viruserkrankung der Katze. Es handelt sich um ein sogenanntes Retrovirus. Das feline Leukämie-Virus bewirkt einerseits eine zunehmende Abwehrschwäche mit einer erheblichen Blutarmut, andrerseits kann es auch Krebsgeschwülste verursachen. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch direkten Kontakt von Tier zu Tier, da das Virus in großen Mengen mit dem Speichel ausgeschieden wird, in geringerem Masse auch mit dem Kot, dem Urin, der Tränenflüssigkeit und der Milch säugender Mutterkatzen.

Das durch das Leukosevirus verursachte Krankheitsbild ist äußerst vielfältig. Einerseits kann durch die Schädigung weißer Blutzellen das Immunsystem so stark geschädigt werden, dass die Katze für alle möglichen, sonst harmlosen Erreger empfänglich wird. Die Folgen sind Entzündungen verschiedener Organe, die sich nicht oder nur vorübergehend therapeutisch beeinflussen lassen. Somit ist die Leukose häufig Wegbereiter für weitere Infektionen, wie FIP, FIV, Atemwegsentzündungen, Nierenentzündungen etc.

Auffällige Krankheitszeichen: keine Fresslust, Erbrechen, Durchfall, Apathie, Fieber, evtl. Angina, evtl. Durchfall, evtl. akute Nierenentzündung, blasse bis weiße Schleimhäute, evtl. starke Blutarmut, Leukosetest positiv. Eine FeLV-Infektion kann in den seltensten Fällen aufgrund des Krankheitsbildes alleine diagnostiziert werden. Eine relativ sichere Diagnose bringt der Leukosetest, bei dem Bestandteile des Leukosevirus nachgewiesen werden. Dieser Leukosetest wird in der Regel vor einer Impfung durchgeführt, um gesund erscheinende Dauerausscheider zu erkennen, da solche Tiere zwar problemlos geimpft werden können, ein Erfolg der Impfung dann jedoch zumindest fraglich ist.

Das Mittel der Wahl bei der Bekämpfung der FeLV-Infektion ist die Schutzimpfung. Sie besteht in einer Grundimmunisierung, bei der die Katzen in ca. dreiwöchigem Abstand zwei Impfungen erhalten. Diese Impfung sollte jährlich aufgefrischt werden.

Aids / FIV


(Feline Immune Deficiency Virus). Die Symptome und das Virus (gehört zur Gruppe der Retroviren) zeigen deutliche Ähnlichkeiten mit dem Aidsvirus des Menschen. Für Menschen ist diese Krankheit aber in keinerlei Hinsicht ansteckend. Die Ansteckung findet meist beim Kämpfen und Beißen statt und kann außer durch Blut auch durch Speichel erfolgen, deshalb sind hauptsächlich Kater betroffen. Katzenaids zeigt eine beliebige Kombination aller chronischen Krankheitsbilder. Chronische Entzündungen der Schleimhäute von Mund, Nase und Augen, der Luftwege, Lymphdrüsen, der Blase, des Darms, der Ohren und der Haut. Des Weiteren Blutarmut, chronischer Durchfall und starke Abmagerung. Der Zusammenbruch des Abwehrsystems und die zunehmende Anfälligkeit für andere Krankheiten kann nur gehemmt werden. Mit dem Aidsvirus infizierte Katzen müssen für den Rest ihres Lebens von anderen nicht kranken Katzen isoliert werden. Katzenaids ist bis heute unheilbar, und es gibt keinen Impfstoff. Der beste Schutz ist das Kastrieren bei Katern, die freien Auslauf haben. Sie kämpfen, beißen und streunen dann wesentlich weniger. Außerdem sorgt eine ruhige und stressfreie Umgebung für ein Hinauszögern des Krankheitsausbruchs.

Feline Infektiöe Peritonitis (FIP)


Die FIP oder ansteckende Bauchfellentzündung ist eine Erkrankung, die durch Coronaviren hervorgerufen wird. Sie wird heute sehr häufig diagnostiziert und stellt, nach der Leukose, die zweithäufigste Todesursache der Katzen dar. Die Übertragung ist möglich über Kot, Harn, Nasen- und Augenausfluss und Speichel.

Die Krankheitssymptome sind unspezifisch: Fressunlust, Bewegungsunlust, evtl. Erbrechen, Fieberschübe bis 42 Grad, evtl. leichte Erkältungserscheinungen mit Angina, leichtem Schnupfen, leichter Bindehautentzündung.

Die klassische Form der FIP äußert sich später in einer Zunahme des Bauchumfanges, die bei weiblichen Tieren auf den ersten Blick an eine Trächtigkeit denken lässt. Tatsächlich handelt es sich jedoch um einen eiweißreichen Erguss in die Bauchhöhlen als Folge einer Bauchfellentzündung. Ergüsse können auch in der Brusthöhle und dem Herzbeutel vorkommen. Treten bei einem erkrankten Tier solche Ergüsse auf, spricht man von der feuchten FIP. Daneben existiert noch eine sogenannte trockene Form, die vom Tierarzt schwer zu diagnostizieren ist, und sich häufig erst nach dem Tode als kleinknotige Organveränderung an Niere, Milz, Leber oder Darm erweist.
FIP ist eine sehr komplexe, noch nicht bis ins letzte Detail erforschte Krankheit. Deshalb passieren zum Teil unverständliche, unvorhersehbare Krankheitsverläufe.

Der FIP-Test: Hierzu ist zu sagen, dass dieser Test lediglich Antikörper gegen Coronaviren allgemein aufspürt. Es gibt aber Coronaviren der Katze, die keine krankmachenden Eigenschaften aufweisen, und andere, die sogenannten Felinen Enteralen Coronaviren, die lediglich leichte Durchfallserkrankungen auslösen. Mit dem Test ist es allerdings im heutigen Zeitpunkt nicht möglich, zwischen der echten FIP und einer harmlosen Coronaviren-Infektion zu unterscheiden. Bei einem gesunden Tier ist die Aussagekraft eines solchen Tests sehr gering, weil auch gesunde Katzen, welche den Virus abgewehrt haben, Antikörper besitzen.
Bei einem Tier hingegen, welches klinische Anzeichen einer FIP zeigt, ist der Test als Diagnosehilfe durchaus sinnvoll. Doch auch dann bedeutet ein hoher Titer nicht zwangsläufig, das Vorliegen einer FIP-Infektion, ebenso wenig wie ein niedriger Titer eine solche ausschließt. Der FIP-Test ist somit zusammen mit dem klinischen Bild, Blut- und weiteren Untersuchungen (z.B. Punktion, Röntgen, Ultraschall) lediglich ein Bestandteil der Diagnose.

Beim eindeutigen Vorliegen einer FIP-Infektion bleibt eine Behandlung aussichtslos.

Seit einigen Jahren ist gegen die FIP ein Impfstoff auf dem Markt, der in Form von Tropfen in die Nase geträufelt wird. Die Grundimmunisierung erfolgt ab der 16. Lebenswoche und erfordert zwei Gaben im Abstand von ca. drei Wochen. Die Auffrischung sollte analog zu den anderen Impfungen jährlich vorgenommen werden.

HCM hypertrophe Kardiomyopathie


Die hypertrophe Kardiomyopathie ist eine genetische Erkrankung des Herzens, die sowohl Katzen, Hunde und Schweine als auch Menschen befallen kann. Wie diese Erkrankung über Generationen hinweg weitergegeben wird, ist noch nicht eindeutig belegt. Seit den 1970er Jahren ist jedoch bereits bekannt, dass HCM ein häufiger Grund für Herzversagen, Thromben und plötzlichen Herztod bei Katzen ist. Eine bedeutende Studie wurde in den USA an Maine-Coon-Katzen durchgeführt und ergab, dass HCM bei dieser Katzenrasse
durch ein einziges dominantes Gen vererbt zu werden scheint.

Ein Normales Herz
Ein Normales Herz
Ein Herz, diagnostiziert mit HCM
Ein Herz, diagnostiziert mit HCM

HCM wird charakterisiert durch eine ab anomale Verdickung des Herzmuskels, die sich hauptsächlich in Höhe der linken Herzseite zeigt. Aufgrund der Verdickung des Herzmuskels verliert das Herz an Elastizität, wodurch es sich weniger leicht füllen kann. Eine zweite Folgeerscheinung ist, dass immer weniger Platz für das Blut in der linken Herzkammer zur Verfügung steht. Dies führt dazu, dass eine geringere Menge Blut als normalerweise üblich bei jedem Herzschlag durchgepumpt werden kann. Ein verdickter Herzmuskel kann zudem Turbulenzen im Blutfluss (Wirbel, Strömungen) auslösen oder Herzklappenverschlussfehler hervorrufen und dadurch Herzgeräusche verursachen, die der Tierarzt mit dem Stethoskop hören kann.
Einige Katzen mit HCM können Flüssigkeit in den oder um die Lungen herum ansammeln, was zu erschwerter Atmung führen kann. Andere Tiere zeigen keinerlei äußere Anzeichen, können aber plötzlich aufgrund einer plötzlich auftretenden, sehr schweren Rhythmusstörung tot umfallen. Manche Katzen entwickeln Blutgerinnsel, die eine Lähmung der Hinterbeine verursachen können.

HCM ist kein angeborener Defekt. Die Erkrankung entwickelt sich sehr langsam. Katzen, die an HCM erkranken, sind in den ersten sechs Lebensmonaten häufig völlig symptomfrei und nicht diagnostizierbar. Es kann mehrere Jahre dauern, bevor man eine HCM mit Sicherheit feststellen kann. Untersuchungen sollten deshalb von erfahrenen Kardiologen vorgenommen und Echokardiographien in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden.